Hat man im Auto saubere Kunststoffflächen, macht das sofort einen Unterschied, denn ein Cockpit wirkt so gepflegter und die Bedienelemente werden sich dazu angenehmer anfühlen. Außerdem werden empfindliche Oberflächen länger gut aussehen sowie langsamer altern. Letztendlich kann sich das auch beim Wiederverkaufswert eines Fahrzeugs bemerkbar machen, da Interessenten sich das Innenleben eines Autos oft genauer anschauen.
Geht es um die richtige Reinigung von Kunststoffflächen im Auto, ist dabei nicht nur entscheidend,was entfernt wird, sondern auch, womit und wie man es macht. Nachfolgend nun einige Tipps zu diesem Thema:
Kunststoff ist nicht gleich Kunststoff
Bevor man zu (irgendeinem) Reiniger greift, solle man sich die Oberflächen genauer anschauen. So verhält sich hartes, strukturiertes Plastik anders, als weichere sogenannte Soft-Touch-Flächen. Dazu reagieren schwarze Hochglanzteile empfindlicher, als robuste Türgriffe. Deshalb ist nicht ein einziges Reinigungsmittel für jeden Kunststoff geeignet und es sollte sich generell um hochwertige Kunststoffreiniger handeln und nicht um irgendeinen Allzweck-Haushaltsreiniger.
Geht es um den Innenraum, bestehen das Armaturenbrett, die Türverkleidungen, die Mittelkonsole, die Sitzrückseiten sowie Abdeckungen um die Lüftung herum sowie die Schalter oder Lautsprecher aus Kunststoff. Umso matter sowie strukturierter Flächen sind, desto eher muss man Verschmutzungen aus den Poren entfernen, anstelle einfach nur darüber zu wischen.
Besonderes Augenmerk benötigen glänzende Dekore und Displays
An diesen Stellen kann man jede falsche Bewegung, jedes Staubkorn und jeden Rückstand sofort sehen. Was kurzfristig bei Sonnenschein noch schön aussieht, kann schon ein paar Tage später wieder schmierig oder streifig erscheinen. Deshalb lohnt sich der Blick auf die Reinigungsmethode und auf das Reinigungsprodukt.
Was sich in der Praxis bewährt hat

Für die meisten Fahrzeuge braucht man keine Spezialausrüstung. So kann ein vernünftiges Set bestehend aus einem Tuch, guten Reinigern sowie einer Bürste den Großteil der Arbeit abdecken. Bestimmte teure Produkte sind nur dann sinnvoll, wenn sie für einen klaren Zweck gedacht sind. So zum Beispiel für empfindliche Hochglanzflächen oder stark beanspruchte Außenleisten.
Zunächst sollte die Reinigung und dann die Pflege erfolgen. Dabei wird ein Cockpit-Spray nicht die gründliche Reinigung ersetzen, sondern höchstens schmutzige Stellen kurzfristig kaschieren. Wenn man die Flächen zunächst säubert, sind meist am Ende weniger Produkt nötig und man wird ein schöneres Ergebnis erhalten.
So kann man Kunststoff im Innenraum reinigen:
Grundsätzlich sollte man ruhig und kontrolliert und nicht schnell und hektisch vorgehen. Es muss nicht alles durchweicht, sondern der Schmutz sauber gelöst werden, um danach die Oberfläche zu trocken als sie auch gleichmäßig aussehen zu lassen. Vor allem bei strukturierten Oberflächen, Schaltern oder Lüftungsgittern wird sich folgende Reihenfolge auszahlen:
- Als erstes losen Staub absaugen oder wegpusten, damit beim Wischen nichts über die Flächen schleift.
- Reiniger kann man an einer unauffälligen Stelle testen. Das empfiehlt sich besonders dann, wenn es sich um ältere oder empfindliche Materialien handelt.
- Dann sollte man das Reinigungsmittel auf ein Mikrofasertuch und nicht einfach auf das ganze Teil auftragen.
- Gewischt wird dann in kleinen Abschnitten, damit nichts antrocknen kann und sich keine Streifen bilden.
- Geht es um Nähte, Rillen sowie Kanten, sollte man eine weiche Bürste für die Nacharbeit nutzen.
- Am Ende geht man noch einmal mit einem sauberen und trockenen Tuch über die Fläche.
Geht es um Klavierlack, Displays sowie hochglänzende Zierleisten, sollte noch zurückhaltender gearbeitet werden. Lieber nur wenig Feuchtigkeit und immer ein separates Tuch nutzen, da sonst schon feiner Staub zu sichtbaren Mikrokratzern führen kann.
Fazit: Mit der richtigen Reinigung bleibt Kunststoff länger gepflegt
Saubere Kunststoffflächen können den gesamten Innenraum eines Autos deutlich gepflegter wirken lassen. Entscheidend ist dabei, die Reinigung auf die jeweilige Oberfläche abzustimmen und nicht mit zu aggressiven Mitteln oder zu viel Feuchtigkeit zu arbeiten. Besonders bei Displays, Hochglanzteilen und empfindlichen Soft-Touch-Oberflächen ist ein vorsichtiges Vorgehen wichtig.
Wer zunächst Staub und losen Schmutz entfernt, einen geeigneten Kunststoffreiniger verwendet und anschließend mit sauberen Tüchern sowie weichen Bürsten arbeitet, kann in der Regel bereits sehr gute Ergebnisse erzielen. Eine zusätzliche Pflege kann danach sinnvoll sein, sollte die gründliche Reinigung jedoch nicht ersetzen. So bleiben Kunststoffteile länger ansehnlich, fühlen sich angenehm an und tragen dauerhaft zu einem gepflegten Gesamteindruck des Fahrzeugs bei.


